Meine subjektive Meinung zum Thema – Änderung BOP für das 24h Rennen am Nürburgring

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Ich habe gestern bei Facebook und diversen Online-Motorsportportalen mit Interesse das Thema neuer BOP für das 24h Rennen am Nürburgring verfolgt. Das ganze Thema stößt bei mir auf etwas Unverständnis, da sich mir ehrlich gesagt der Sinn des BOP allgemein, wie auch die jetzige Änderungen, im Motorsport nicht wirklich erschließt.

Ich bin schon viele Jahre Motorsportfan und klar braucht jede Rennserie Ihre Regularien um eine gewisse Chancengleichheit zu schaffen. Aber aus meiner Sicht war es doch bisher immer so, dass diejenigen Teams, die ihre Hausaufgaben am besten erledigt hatten, auch die Teams waren die eben mehr Siege einfahren konnten wie andere Teams.

Ich weiß auch, dass es auch früher schon Maßnahmen gegeben hat um Fahrzeuge, deren Überlegenheit zu groß war etwas zu bremsen, z.B. durch Zusatzgewichte. Aber was mit dem BOP in der VLN und speziell jetzt beim 24h Rennen gerade passiert ist aus meiner Sicht der regulatorische Overkill. In der Vergangenheit wurden solche Maßnahmen, wie mehr Gewicht, oder auch andere Maßnahmen immer dann ergriffen, wenn sich bei Rennen die absolute Überlegenheit eines Fahrzeuges gezeigt hat. Hier werden aber gerade auf Basis Annahmen, die durch nichts belegt sind Maßnahmenpakete geschnürt, die einige Hersteller bevorteilen und andere benachteiligen. Zudem geschieht, dies in einer Komplexität, dass man annehmen könnte die Maßnahmen für den BOP werden im Bundesfinanzministerium erstellt. Ich denke dass dies weder dem Sport noch der Spannung zuträglich ist und zudem aufgrund der Komplexität auch wieder Möglichkeiten für eine gewisse Kreativität bei den Teams schafft, die am Ende dann auch wieder zu Diskussionen führen können.

Meine persönliche subjektive Meinung zu der Diskussion ist, man sollte die Teams nicht künstlich auf Basis von „Glaskugelerkenntnissen“ versuchen auszubremsen, sondern die Fahrzeuge so fahren lassen wie sie jetzt vorbereitet sind. Und dann möge einfach der bessere gewinnen.

Von der ganzen BOP Diskussion mal abgesehen, spielen zudem bei einem Rennen, das 24h auf einer Rennstrecke wie der Nordschleife gefahren wird  noch ganz andere Kriterien wie reine Leistung ein Rolle um zu gewinnen. Edgar Dören, hat 1988 das 24h Rennen auf einem privat eingesetzten, damals schon 15 Jahre alten Porsche 911 RSR gewonnen und zwar auch damals schon gegen eine ganze Armada vom Werksteams mit viel moderneren Autos…

In diesem Sinne „keep on Racing“

Frank