So hart wurde in der GTE Pro in Le Mans gekämpft

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Foto: 2017, Frank Ullrich

Die Leistungsdichte gerade bei den GTE Pro Fahrzeugen, war beim 24h Rennen in Le Mans noch nie so dicht wie 2017. Sowohl was die Fahrzeuge, als auch die Fahrerbesetzungen betrifft, gab es keinen Platz sich für Fehler, manchmal nicht mal für normalerweise anstehende Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen.

Der harte Wettbewerb in der GTE Pro war eigentlich ein Sprintrennen mit 24h Dauer. So war es Motorsport aus dem Bilderbuch, das der Aston Martin von Jonny Adam, praktisch bis zur letzten Runde mit der Corvette von Jordan Taylor um Platz eins in der Klasse kämpfte. Durch einen Defekt an der Bremse der Corvette, konnte Jonny Adam letzten Endes an der Corvette vorbei fahren und den für Aston Martin lange ersehnten Sieg in der GTE Pro Wertung holen. Auch der Ford GT #67 mit Andy Priaulx konnte noch kurz vor der Zielflagge an der Corvette vorbei kommen und sich den zweiten Platz vor der Corvette auf Platz 3 sichern. Porsche und Ferrari gingen leider in diesem Jahr leer aus.
Dabei sah es für Porsche lange Zeit nach einem Podium zumindest auf Platz 3 aus. Nachdem das Porsche Werksteam mit dem neuen spektakulär klingenden Porsche 911 RSR zunächst am frühen Sonntagmorgen das Fahrzeug mit der #92 (Christensen/Estre/Werner) durch einen Unfall von Michael Christensen verloren hatte, sah es lange Zeit für das Schwesterfahrzeug mit der #91 ganz gut aus, das Fahrzeug mit den Fahrern Lietz, Pilet, Makowiecki konnte sich gut im vorderen Drittel der GTE Pro Fahrzeuge behaupten. Und das obwohl den Porsche offensichtlich Speed auf den langen Geraden von Le Mans, gegenüber der Konkurrenz gefehlt hat.
Bis eine Stunde vor Schluss des Rennens lag das Auto mit der #91 dann auf Podiumskurs für Platz 3 und damit ein Platz auf dem Podium. Erst ein Reifenschaden in der letzten Stunde warf die #91 zurück. Am Ende reichte es für den schnellen Porsche nur für den undankbaren 4 Platz im Klassement.
Dabei zog das Team rund um den Porsche-GT-Rennleiter Frank-Steffen Walliser wirklich alle Register um mit der schnellen Konkurrenz von Aston Martin, Ford und Corvette mitthalten zu können. Waliser bemerkte in einem Interview mit „motorsport-total.com“, dass man sogar auf den Wechsel der Bremsen an der #91 nicht durchgeführt hat um die Platzierung zu halten. Waliser wörtlich: „ Jetzt kann ich es sagen, weil es gut gegangen ist, wir haben keine Bremsen gewechselt“ Im Normalfall müssen bei den GTE Fahrzeugen mindestens

Foto:2017, Frank Ullrich

einmal in den 24h die Bremsen komplett getauscht werden. Waliser: „ Hätten wir das Pech mit dem Reifenschaden nicht gehabt, hätte uns die Strategie auf das Podest bringen können“. Am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt für das Porsche Team.
Noch schlechter liefen die 24h an der Sarthe für die Ferrari Mannschaften in der GTE pro Klasse. So wurde der Risi Ferrari mit Pierre Kaffer am Steuer schon am Samstagabend vom LMP2 Fahrer Mathieu Vaxiviere bei Tempo 294 in die Leitplanken geschickt, zum Glück ohne größere Verletzungen für den Fahrer. Auch für die beiden Fahrzeuge der AF-Corse Mannschaft lief es nicht gut. Die #51 musste nach einem Unfall aus dem Rennen genommen werden und die #71 war nie schnell genug um vorne mitzufahren und belegte am Ende Platz 5 hinter dem Porsche.

Verfolgen Frank Ullrich:

Frank Ullrich ist seit seiner Kindheit begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Was liegt da näher, wie die beiden Hobbys miteinader zu verbinden. Sein erstes Rennen was er besucht hat war das 1000km Rennen 1971 am Nürburgring, dem dann unzählige Besuche bei vielen Rennen seitdem folgten. Anfangs ohne Kamera, ab Mitte der 90er Jahre dann mit Kamera. So richtig ersthaft wurde das Thema Motorsportfotografie dann erst mit der ersten digitalen Spiegelrflexkamera ab 2006. Seitdem wurden weit mehr als 100.000 Aufnahmen bei den verschiedensten Motorsportveranstaltungen aufgenommen, von denen sich viele in seinem großen Archiv befinden. Für Frank ist das Fotografieren ein guter Ausgleich zu seinem Beruf in der IT. neben dem Fotografieren interessiert sich Frank für alles was mit Fahrzeugen, Technik und Benzin zu tun hat.